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02.05.09: Wahlkampf Europa-Wahl
Infostand in Coesfeld

Kreis Coesfeld. Es wird ein „schwäbischer“ Europawahlkampf: Bis zum 7. Juni wollen die Parteien die Wähler vor allem im direkten Kontakt von Mensch zu Mensch überzeugen, weniger in einer Materialschlacht.„Raus zu den Leuten!“ lautet das Motto der SPD- Unterbezirksgeschäftsführerin Verena Gottschalk-Liese. Und auch ihr CDU-Kollege Hans-Peter Egger setzt auf „Straßenwahlkampf“, „den unmittelbaren Dialog mit den Bürgern“. Großveranstaltungen sind nicht geplant. Auch prominente Wahlkämpfer werden kaum in den Kreis
Coesfeld kommen.
Infostand in Coesfeld
Die Grünen hatten am Samstag ihren Auftakt in der
Coesfelder Fußgängerzone mit Reinhard Bütikofer, dem früheren
Bundesvorsitzenden, der jetzt einer der Spitzenkandidaten für die Europawahl ist. Er hielt keine großen Reden, sondern mischte sich mit Broschüren und Bio-Gummibärchen bewaffnet unters Volk.
Infostand in Coesfeld
Die SPD hat für einen Termin, bei dem Ort und Zeit noch nicht feststehen, ihre Landesvorsitzende Hannelore Kraft verpflichtet. Bei der CDU ist die„Promi“-Frage noch offen. Egger: „Möglicherweise könnte sich da beim Landesparteitag am kommenden Wochenende noch etwas ergeben.“ Er
rechne aber nicht mit Gesichtern aus der Bundespolitik.

Selbst auferlegte Sparsamkeit auch bei der Plakatierung: Nur 55
Großflächenplakate, die so genannten „Wesselmänner“, sind im Kreis Coesfeld aufgestellt worden. 30 davon hat die SPD gebucht, 20 die CDU und fünf die FDP. Die Grünen verzichten darauf. „Das nervt doch nur, wenn alles zuplakatiert wird“, meint Grünen-Wahlkampfkoordinator Moritz Hegemann. Deshalb hätten die Grünen auch nur 100 Kleinplakate drucken lassen – „mit einem eigenen Motiv“, wie er betont. Die Plakate der Bundes-Grünen mit der „WUMS!“-Abkürzung, was für
Wirtschaft und Umwelt, menschlich und sozial steht, sollen nur
sparsam eingesetzt werden, weil sie die lokalen Wahlkämpfer selbst nicht so ganz überzeugten.

Hitzig diskutiertes Thema sind die Groß-Plakate der SPD. Die FDP in Dülmen hat, weil darauf behauptet wird, dass Finanzhaie FDP wählen würden, die bereits zugesagte Unterstützung für SPD-
Bürgermeisterkandidatin Lisa Stremlau zurückgezogen. „Das kann ich nicht nachvollziehen – jeder weiß, dass das Bundes-Plakate sind, auf deren Inhalte wir keinen Einfluss haben“, bekundete Gottschalk-Liese Unverständnis ob dieser Haltung. Sie selbst macht aber keinen Hehl daraus, dass ihr die Motive gefallen: „Ich provoziere auch gern.“ Anders Egger, der sich an die eigene Kampagne mit den „roten Socken“ erinnert fühlt: „Langfristig fängt man damit keine Leute.“

FDP- Kreisvorsitzender Henning Höne sieht in den SPD-Plalkaten „ein letztes Aufbäumen“. Und für die mangelnde Bankenaufsicht, schimpft er, sei doch die SPD selbst verantwortlich: „Da hat sich Schröder von Blair über den Tisch ziehen lassen.“

Ein Artikel VON DETLEF SCHERLE, WN/AZ, mit freundlicher Genehmigung, herzlichen Dank