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23.10.2010: Castor-Strecken-Aktionstag - „Protestaktion zum bundesweiten Castor-Strecken-Aktionstag in Coesfeld"
Aktionstag
Mit einer Kundgebung und Demonstration haben am 23.10. rund 100 Menschen in Coesfeld für den Stopp der angekündigten Castortransporte und den Atomausstieg demonstriert. Für den Herbst erwarten die Atomkraftgegnerlnnen Castortransporte nach Gorleben und Lubmin sowie Atommülltransporte nach Ahaus und Castortransporte von (!) Ahaus in die russische Wiederaufarbeitungsanlage Majak. Unter dem Motto „Es ist 5 vor 12 - Atomanlagen abschalten, Atommülltransporte stoppen" versammelten sich die Atomkraftgegnerlnnen vor dem Coesfelder Bahnhof. Falko Tetzlaff von der Bürgerinitiative „Kein Atommüll in Ahaus e.V." machte deutlich, dass die Dauergenehmigung für Transporte von schwach- und mittelradioaktivem Atommüll nach Ahaus sofort zu widerrufen sei. „In der Genehmigung steht, dass der Müll ab 2015 weiter gefahren werden soll in den Schacht Konrad", so Falko Tetzlaff, „jetzt musste das Bundesamt für Strahlenschutz aber zugeben, dass das Endlager frühestens 2020 fertig wird." 2005 wurden 18 Castoren aus Dresden-Rossendorf nach Ahaus gebracht, nun soll der Atommüll nach Russland gebracht werden. „Die Transporte wurden durchgeführt, obwohl die Bundesregierung damals wusste, dass Russland bestrebt ist, den ursprünglich sowjetischen und atomwaffentauglichen Müll wieder zu bekommen" gibt Falko Tetzlaff ein weiteres Beispiel für den unverantwortlichen Atommülltourismus.
Aktionstag
Danach zogen die Demonstranten zu den Bahnübergängen an der Friedhofsallee, wo eine Zwischenkundgebung stattfand. Jens Dütting, vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen, machte deutlich, dass auch die Coesfelder wie bereits 1998 in Zukunft wieder von den Atommülltransporten betroffen sein werden. Der schwach-radioaktive Atommüll aus der Atommüllverpressungsanlage Duisburg-Wanheim wird vermutlich auch die Strecke Lünen-Coesfeld- Ahaus nutzen und auch die 152 Castoren aus dem Pannen-Forschungsreaktor Jülich werden ab 2011 über diese Strecke erwartet. Anschließend zogen die Demonstranten weiter zur Rückseite des Bahnhofs, wo viele weiter zum „Happening an der Castorstrecke" in Ahaus fuhren. Insgesamt wurde am Wochenende in über 100 Orten entlang der Castorstrecken demonstriert. „Laufzeitverlängerungen, Atommülltourismus und ein Endlager in Gorleben sind unverantwortlich: Was hilft ist einzig und allein der sofortige Atomausstieg und eine schnelle Energiewende!", erklärt Jens Dütting.
Aktionstag
All diese Transporte verschleiern das ungelöste Atommüllproblem und gefährden die Bevölkerung an den Transportstrecken. Mit dem Aktionstag sollten die möglichen Transportrouten und der bundesweite Protest bundesweit sichtbar gemacht werden. „Wir wollen mit dieser Aktion ein Zeichen gegen die sinnlosen und gefährlichen Atommülltransporte setzen!", so Jens Dütting weiter. Der bundesweite Castor-Strecken-Aktionstag wird nicht die letzte Protestaktion im heißen Herbst gewesen sein. Am 6. November findet eine große Castor-Auftaktdemo im wendländischen Daunenberg statt.