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24.05.2011: So gelingt die Energiewende - Grüne diskutierten Wege zum Atomausstieg
Wibke Brems in Coesfeld

„Nordrhein-Westfalen ist ein großes Industrieland – das soll auch so bleiben!“ Mit dieser klaren Aussage machte die grüne Landtagsabgeordnete Wibke Brems klar, dass die erforderliche Energiewende in NRW mit der Industrie gestaltet werden soll und nicht gegen sie. Einleitend stellte die diplomierte Elektro-Ingenieurin die Notwendigkeit der drastischen Reduzierung der CO2-Emmissionen heraus. Hier liegt NRW mit ca. 17 t/Einwohner nur kanpp hinter dem Klimasünder Nummer 1 (18t/Einw.) aber deutlich über dem Bundesdurchschnitt. Für die junge Politikerin liegt die Problemlösung weder in der Auslagerung energieintensiver Produktionen noch in dem Import von regenerativ erzeugtem Strom aus Off-shore-Windanlagen oder aus nordafrikanischen Photovoltaikanlagen.

Wibke Brems in Coesfeld

Aus Grüner Sicht sei ein Maßnahmenbündel zur Steigerung der Energieeffizienz, dem konsequenter Ausbau erneuerbarer Energien, der Anpassung der Leitungsnetze und der Optimierung der Speichermöglichkeiten erforderlich. Für Frau Brems gibt es hierbei keinen Königsweg, vielmehr sei eine breite Palette von Lösungsangeboten erforderlich. So könnten intelligent gesteuerte Kühlhäuser ebenso wie Haushaltsgeräte (z.B. Waschmaschinen) dann „Anspringen“ wenn im  Tageszyklus ein großes Stromangebot im Netz verfügbar ist.

Wibke Brems in Coesfeld

Breiten Raum nahm die Diskussion unterschiedlicher Speichermedien und –methoden ein. Hier haben Pumpspeicherwerke ebenso ihre Berechtigung wie die Batterien der privaten Elektroautos. Der Elektromobilität kann gerade im Zusammenwirken mit privaten Mini-Windkraftanlagen eine besondere Bedeutung zu kommen. Die Geothermie, zumindest wenn es sich um großtechnische anlagen mit Bohrungen von ca. 2 km Tiefe handelt, sei zur Zeit noch zu teuer und noch nicht ausgereift.

Wibke Brems in Coesfeld

Die Stromnetze sind strukturell ausgelegt auf die Verteilung von großen, zentral erzeugten Strommengen hin zu vielen dezentral angesiedelten Verbrauchern. Bereits jetzt gibt es aber eine Vielzahl von dezentralen Erzeugern kleinerer Strommengen. Erforderlich sind daher andere Netzstrukturen mit anderen Leitungsquerschnitten.

Großes Potential sieht die grüne Abgeordnete in der energetischen Gebäudesanierung. Leider habe die Bundesregierung entsprechende Förderprogramme weitgehend gestrichen. Für NRW habe man aber entsprechende Töpfe um mehrere hundert Millionen aufgestockt. "Klimaschutz kostet, kann aber extreme Kosten verhindern", sagte Brems und belegte anhand einer Studie der Münchener Rückversicherung, dass sich die Kosten für extreme Wetterereignisse seit 1950 mehr als verdreifacht hätten. Bis 2050 rechne man mit insgesamt 800 Milliarden Euro nur für Deutschland. Kosten für Atommüll oder Atom-Unfälle sind da noch nicht einmal eingerechnet

Wibke Brems in Coesfeld

Ein wichtiger Diskussionspunkt waren die „unkonventionellen Erdgasvorkommen“. Brems berichtete, dass bisher nur eine Erdgas-Probebohrung in Nordwalde von der Firma Exxon beantragt sei und dass bis Ende des Jahres ein Gutachten erstellt würde, welches auf jeden Fall auch drohende Grundwasserprobleme berücksichtige. Sie machte deutlich, dass die Methode des „Fraking“ große Risiken bergen, aber die Abhängigkeit von Erdgasimporten nur geringfügig reduzieren würde. In diesem Zusammenhang wurde deutlich, dass das Bergrecht, nach dem diese Bohrungen und die mögliche Förderung genehmigt werden, den aktuellen Standards der Bürgerbeteiligung nicht genügt. Daher wird hier von Seiten der grünen Landtagfraktion eine Änderung dieses Bundesgesetz angestrebt.

Wibke Brems in Coesfeld

Insgesamt ist festzustellen, dass die Energiewende gerade erst einleitet worden ist. Sie kann nur erfolgreich gestaltet werden, wenn es gelingt die Bürger und die Wirtschaft in großer Breite mitzunehmen.

Wibke Brems in Coesfeld
Danke Wibke!