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29.07.2011: Schulentwicklung: Schüler beweisen Mut und Vorausschau

„Schüler beschließen Schulentwicklungsplan“, so hat die AZ am 22. Juli getitelt. Schülerinnen und Schüler des Nepomucenum haben sich einem kommunalpolitischen Planspiel mit der weiteren Entwicklung der Schullandschaft in Coesfeld auseinandergesetzt. In ihrer „Ratssitzung“ haben sie abschließend beschlossen, das „Schulzentrum zu einer Gesamtschule umzugestalten, Freiherr-vom-Stein und Kreuzschule in einer Verbundschule zusammenzufassen und das Heriburg langsam auslaufen zu lassen, um die Räumlichkeiten der Montessori-Schule zur Verfügung zu stellen.“ (so der Pressetext)

Die Gymnasiasten haben bei ihrem Einstieg in die Kommunalpolitik offenbar erkannt, dass bei sinkenden Schülerzahlen, das Schulangebot auf den Prüfstand gestellt werden muss. Nachdem bereits in den letzten Jahren drei Grundschulen in Coesfeld ihre Türen schließen mussten, war absehbar, dass auch das Angebot bei den weiterführenden Schulen (Sekundarstufe I) in der bisherigen Breite nicht dauerhaft zu halten sein wird. Auch wenn sich die (reale) Ratsmehrheit gegen diese Erkenntnis noch tapfer wehrt, der demografische Wandel macht um Coesfeld keinen Bogen.

Den Vorschlag, das Schulzentrum zu einer Gesamtschule umzuwandeln, haben wir Grüne in der Vergangenheit wiederholt in die Diskussion eingebracht – leider bislang ohne nachhaltiges Politisches Echo. Die Freiherr-vom-Stein-Realschule und die Kreuzschule (Hauptschule) könnte heute, nach dem „Schulpolitischen Konsens für NRW“ in der Tat zu einer „Sekundarschule“ (als Nachfolgeform der Verbundschule und der Gemeinschaftsschule) zusammengeführt werden. Auch den Vorschlag haben wir Grüne gelegentlich geäußert.

Zu prüfen bleibt, ob das Heriburg-Gymnasium wirklich auslaufen muss. Es könnte auch als Oberstufenzentrum erhalten bleiben. Vielleicht ist in einigen Jahren ja auch eine „Fusion“ mit der Montessori-Schule denkbar.

Bleibt die Fröbelschule, als unsere Förderschule mit dem Schwerpunkt „Lernen“. Die aktuelle Diskussion um die Inklusion, bzw. die sich abzeichnende Umsetzung der Inklusion, lässt vermuten, dass diese Schule wohl tatsächlich aufgelöst wird.

Insgesamt ist also festzustellen, dass dieser „Schulentwicklungsplan der Experten in eigener Sache“ nachvollziehbar und realistisch ist.  Er trägt der demografischen Entwicklung und der aktuellen pädagogischen sowie bildungspolitischen Diskussion Rechnung. Die finanzielle Entlastung der Stadt Coesfeld als Schulträger wurde in dem Beitrag nicht angesprochen. Sie sollte auch nicht die Diskussion prägen, aber dennoch - gerade in Zeiten leerer öffentlicher Kassen -beachtet werden.

In den nächsten Monaten ist der „offizielle Schulentwicklungsplan“ für die Sekundarstufe I in der Stadt Coesfeld zu erwarten. Vielleicht bringen sich ja die offenkundig kompetenten Schüler wieder in die Diskussion ein.

Norbert Vogelpohl